Hinter dem, was wir im Laden einkaufen, steht eine ganze Industrie, die diese Produkte herstellt – die Nahrungsmittelindustrie. Einerseits schauen die Hersteller darauf, möglichst gesunde Produkte anzubieten. Da es aber auch in dieser Branche ums Geld verdienen geht, sind Nahrungsmittel oft im Spannungsfeld zwischen „Geld verdienen“ und „Gesunde Lebensmittel herstellen“. Denn je gesünder ein Lebensmittel ist, desto teurer ist dessen Herstellung. Deshalb wird bei einigen Produkten auch „gemogelt“. Einige Beispiele:
Milch
Milch ist ein Getränk für Kälber. Auch Kühe trinken keine Milch. Es ist durchaus möglich, ohne Milch bis ins hohe Alter gesund zu sein. Die Zusam-mensetzung und vor allem die Verarbeitung der Kuhmilch sind für viele Menschen problematisch. Milch enthält zwar wertvolles Kalzium (wir brauchen es für den Knochenaufbau), doch gleichzeitig auch Stoffe, die die Kalzium-Aufnahme behindern.
Milch und Milchprodukte (ausser dem salzigen Käse)
sind keine Garantie für starke Knochen und Zähne. Jogurt und Milch wirken kühlend. Das heisst: Wenn Du im Winter täglich Jogurt isst oder viel Milch trinkst, frierst Du mehr, schwächst Dein Abwehrsystem und wirst müde und schlapp.
Früchte
Wer kennt es nicht: „Früchte sind gesund, denn sie liefern wertvolle Vitamine. Wer keine Früchte isst, der kriegt einen Vitaminmangel.“ Jedes Nahrungsmittel (mal abgesehen von Gummibärlis und Co.) liefert Vitamine, Mineralstoffe, Proteine …. Werden Früchte unreif geerntet, hat es noch nicht so viele Vitamine drin. Früchten, die nicht ausgereift sind, fehlen wichtige Stoffe, was dazu führt, dass diese Früchte den Körper übersäuern. Dazu kommt, dass Früchte süss sind, also ganz schön Zucker liefern, der ja dosiert genossen werden soll.
Nicht jeder Mensch verträgt die gleiche Menge an Früchten, Salat und Gemüse. Wenn jemand nun wirklich keine Lust hat, Früchte zu essen oder nur einmal pro Woche, dann ist das ok. Salat und besonders gekochtes Gemüse sind jedoch wichtig für eine gute Regeneration, also zum Aufbau neuer Energie, und sollten jeden Tag gegessen werden.
Fett
„Fett macht dick“ das wissen wir alle. Aber ist es wirklich so? Nicht nur die Amerikaner, auch wir Europäer geben uns Mühe, fettarm zu essen, und dennoch werden wir immer dicker. Je nach individuellem Ernährungstyp macht Fett sogar schlank! Das beweist nicht nur unsere Urgrossmutter, die mit Butter und Speck beim Kochen nicht sparte, das beweisen auch neue Untersuchungen.
So gibt es Personen, die Rahm und Bratwurst sowie Pommes Frites essen können, so viel sie wollen - und sie bleiben schlank. Andere Personen essen täglich Schokolade und süsses Gebäck aber auch Zucker aus Früchten und Müesli und bleiben schlank.
Also gilt es zu beobachten:
1. Was schmeckt mir besser? Fettreiche, eiweissreiche Speisen oder süsse, kohlenhydratreiche Speisen – also Salamibrot oder Apfel?
2. Wie viele Kohlenhydrate esse ich pro Tag, auch in Müesli, Frucht(säften), Jogurt, Süssigkeiten, Süssgetränken, nebst Brot, Reis, Teigwaren?
3. Wie oft esse ich pro Tag? Zu wenig Fett, zu wenig Eiweiss und zu viele Kohlenhydrate geben bei vielen Menschen kein anhaltendes Sättigungsgefühl. Sie essen zwischendurch – meist wieder etwas Süsses oder Kohlenhydrate – was zu Leistungsabfall und Fettpolster führt.
Salz
Salz ist einer der wichtigsten Stoffe für unseren Körper. Salz ist Voraussetzung für Nährstoff-Aufnahme, Bewegung, Konzentration, Wachstum, Erholung und den Wasserhaushalt im Körper. „Salz macht Wasserstau im Gewebe.“ und „Salz verursacht hohen Blutdruck.“ hören und lesen wir überall. Doch zu wenig Salz kann ebenfalls zu hohem Blutdruck und Wasserstau im Gewebe führen, dazu noch müde machen und Probleme mit dem Appetit und der Verdauung auslösen. Die Wissenschaft belegt in neueren Studien, dass Salz nicht die Ursache für diese Probleme ist und empfiehlt, wieder vermehrt auf Salz zu achten. Alle Vitamine und Mineralstoffe haben einen Gegenspieler im Stoffwechsel. Wer Früchte, Jogurt, Quark, Säfte, Gemüse, Salate oder Wein regelmässig zu sich nimmt, braucht unbedingt genügend Salz. Bei Sportlern ist der Salzbedarf nochmals stärker erhöht, da über den Schweiss viel davon verloren geht.