"Du bringst es einfach nicht." oder "Hast du das schon wieder nicht gecheckt?" Solche und andere dummen Sprüche bekommen viele zu hören. Wichtig ist hier: Gekonnt, aber sachlich entgegnen, statt in gleicher Art zurückzugeben, harsch zu antworten oder sich zu rechtfertigen. Gut ist immer höfliches Nachfragen. Zum Beispiel: Kannst Du mir noch mal erklären, warum …"
Wann werden dumme Sprüche, Hänseleien oder Schikanen zu Mobbing?
Von Mobbing spricht man, wenn jemand auf Dauer lächerlich gemacht oder wie Luft behandelt wird, wenn Gerüchte verbreitet werden, es zu unfairen Aufgabenzuteilungen oder zu Handgreiflichkeiten kommt. Mobbing kann jeden treffen und am Anfang steht häufig ein ganz einfacher Streit. Die Ursachen liegen meist tiefer: Neid, Angst vor Veränderungen, Kritik oder Konkurrenz, persönliche Abneigungen oder wenn man einen Sündenbock sucht. In der Schule sind es Mitschüler, am Arbeitslatz Vorgesetzte oder Kollegen, aber auch unter Lerhlingen wird gemobbt. Dazu kommt noch, dass andere viel zu oft einfach wegsehen. Ohne die vielen Mitläufer oder "Weggucker" könnte Mobbing gar nicht funktionieren!
Wichtig ist, sich zu wehren, das Problem offen anzusprechen und sich Hilfe zu holen. Gut ist ein Mobbingtagebuch, in dem Du alle Vorfälle festhältst. Es führt einem besser vor Augen, wie häufig die Angriffe geschehen und was genau passiert. Wirst Du in der Schule gemobbt, solltest Du Dich unbedingt an Deine Eltern, an Deine Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer, an Vertrauenslehrer oder auch direkt an die Schulleitung wenden. Ansprechpartner im Betrieb sind deine Vorgesetzten.
Marco wehrt sich
Marco arbeitet mit drei anderen Lehrlingen in einer Abteilung. Seit er von seinem Ausbildungsleiter mehrmals besonders gelobt wurde, wird er von den drei anderen geschnitten. Sie gehen nicht mehr mit ihm essen und tuscheln über ihn hinter seinem Rücken. Ständig fehlt irgend etwas an seinem Arbeitsplatz, und kürzlich haben sie sogar das Passwort an seinem Computer geändert. Nachdem Marco das Treiben lange Zeit ertragen hat, wendet er sich schliesslich an seinen Lerhmeister. Zusammen mit dem Abteilungsleiter lädt er die anderen zu einem Gespräch ein, zwei von ihnen müssen die Abteilung wechseln.