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Was ist Notwehr?


Nach dem Gesetz ist Notwehr die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. Das hört sich sehr kompliziert an, ist es aber nicht und heisst:

Wer selbst anfängt, kann sich später nicht auf Notwehr berufen!
Gleichzeitig gilt, dass Notwehr nur als reine Verteidigung erlaubt ist, verhältnismäßig sein muss und nur dann erlaubt ist, wenn es zur eigenen Gewalt keine vernünftige Alternative gibt. Wenn es Alternativen gibt, also Du Dich in ein Gebäude flüchten, Passanten zu Hilfe holen, die Polizei rufen oder den Streit mit Worten entschärfen kannst, sind diese zuerst zu wählen. Wer wegläuft, ist kein Feigling, sondern einer, der einen Streit verhindert hat – vor allem, wenn Deine Angreifer in der Überzahl sind.
 
Wenn Personen in der Nähe sind, versuche sie ganz konkret anzusprechen. "Feuer" beeindruckt mehr als "Hilfe" und "Sie da im roten Pulli" wirkt mehr als ein unpersönlicher Hilferuf. In sehr zugespitzten Situationen – etwa, wenn eine Vergewaltigung droht – kannst Du Dich mit fast allem zur Wehr setzen, was Dir gerade zur Verfügung steht.

Wenn Du Zeuge einer gefährlichen Situation wirst, gilt: Hilf, ohne Dich selbst in Gefahr zu bringen!

Gewalt zuhause
Familienleben ist nicht immer eine Idylle. Das nahe Zusammenleben mit anderen Menschen kann zu Streit führen. In letzter Zeit nehmen die Meldungen zu, die von «Häuslicher Gewalt» berichten. Gibt es plötzlich mehr Gewalt zwischen Menschen, die sich nahe stehen?


Nein. Gewalt in Partnerschaft und Familie gab es schon immer. Frauenhäuser und Beratungsstellen weisen schon lange darauf hin, doch nun nimmt auch die breite Öffentlichkeit sie immer stärker wahr. Die gesellschaftliche Wahrnehmung hat sich verändert. Gewalt, die innerhalb der eigenen vier Wände geschieht, wird nicht mehr als persönliches Problem zwischen zwei Menschen angesehen. Sie gilt als öffentliche Angelegenheit und wird nicht länger toleriert. Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht, das auch zu Hause gilt. Der Staat und die Polizei müssen für diesen Schutz sorgen.
Anmeldung

Übergriffe?
Sexuelle Gewalt? Übergriffe?
Im Liebesdossier hat's ein separates Kapitel zu sexueller Gewalt inkl. eine Reihe von Beratungsstellen im Internet.
Beratung

Hilfe bei Gewalt bieten Beratungsstellen. Hier eine Auswahl:

gewalt-praevention

frauenhaus schweiz

stop it

Lilli

limita ZH

Frauenberatung

Mannebuero

Gewalt in der Schule