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Liebe, Sex & Co. Kapitel 7 - HIV Aids
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HIV, Aids & Geschlechtskrankheiten
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Das Liebesdossier wurde geprüft durch PLANeS, die Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive GesundheitWas ist Aids?
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Das englische Wort AIDS ist die Abkürzung für Acquired Immunodeficiency Syndrom und heisst auf Deutsch «erworbenes Immunschwächesyndrom». Aids ist nicht eine, sondern besteht aus vielen Krankheiten. Aids ist die Folge einer Infektion mit dem HIV-Virus, der über lange Zeit das Immunsystem zerstört. Aids ist eine schwere, unheilbare Krankheit, die durch Medikamente nur verzögert werden kann. Anstecken kann man sich über Blut, Sperma oder Scheidenflüssigkeit. |
Safer Sex
Wie kann man sich vor HIV schützen? - Bei vaginalem oder analem Sex immer Präservative (oder ein Femidom, Frauenpariser) verwenden - Kein Sperma in den Mund, kein Sperma schlucken (kein Höhepunkt im Mund der Partnerin bzw. des Partners) - Kein Menstruationsblut in den Mund, kein Menstruationsblut schlucken (kein Oral- / Vaginalverkehr während der Periode)
Sex zwischen Frau und Mann Safer Sex ist aber auch wichtig am Anfang einer neuen Beziehung. In dieser Situation können beide nach drei Monaten Safer Sex einen HIV-Test durchführen. Wenn dieser für beide negativ ausfällt und beide sich absolut treu sind, kann nachher auf Safer Sex verzichtet werden. Wichtig aber: Wenn es doch einmal zu einem Seitensprung kommen sollte: unbedingt nur Safer Sex. Und: Ein früherer Test sagt nichts darüber aus, ob seither eine Infektion stattgefunden hat oder nicht. Wenn nicht klar ist, ob der Partner bzw. die Partnerin treu ist oder sich bei anderen Kontakten wirklich an die Safer-Sex-Regeln hält, empfiehlt es sich, auf Safer Sex auch in der Beziehung zu bestehen. Beim sexuellen Abenteuer, beim «One-Night-Stand» – auch und gerade in den Ferien – ist es ratsam, immer Safer Sex zu praktizieren, d.h. bei eindringendem Verkehr (vaginal oder anal) Kondome zu benutzen und beim Oralverkehr kein Sperma oder Menstruationsblut in den Mund aufzunehmen. Besondere Vorsicht ist wichtig, wenn eine der beteiligten Personen Drogen spritzt.
Männer, die Sex mit Männern haben Männer, die Sex mit Männern haben, schützen sich ebenfalls durch Safer Sex. Sie verwenden beim Analverkehr Kondome und achten beim Oralverkehr darauf, dass kein Sperma in den Mund gelangt. In sexuell sehr aktiven Schwulenszenen mit häufig wechselnden Sexualpartnern ist HIV viel weiter verbreitet als in der heterosexuellen Durchschnittsbevölkerung. Ungeschützte Sexualkontakte bergen hier entsprechend ein hohes Risiko.
Frauen, die Sex mit Frauen haben Das Ansteckungsrisiko ist beim Sex zwischen Frauen sehr gering. Aber auch hier gilt: keine orale Befriedigung während der Menstruation oder dann geschützt mit einem «Dental Dam» – einem Latextuch, das auf die Scheide gelegt wird*. Ein Übertragungsrisiko besteht auch beim Reiben der Genitalien aneinander, insbesondere während der Menstruation, oder beim Austausch von Sexspielzeug (deshalb: ein Kondom über Dildos usw. ziehen). Wichtige HIV-Übertragungswege bei lesbischen oder bisexuellen Frauen sind ungeschützter Sex mit Männern und riskanter Drogenkonsum. Hier schützen Safer Sex bzw. Safer Use.
Der HIV Test Hast du eine Situation erlebt, bei der du dich vielleicht mit HIV angesteckt hast? (Sexuelle Kontakte ohne Kondom oder Kontakt mit Sperma oder Menstruationsblut) Dann steht ein HIV Test an. Einen Test kannst du bei der Regionalen Aidshilfe, im Spital oder bei der Ärztin machen. Es gibt auch Stellen wo du den Test anonym machen kannst. Wenn du eine Risikosituation erlebt hast, musst du drei Monate warten, bevor du einen Test machen kannst. Erst nach dieser Zeit kann der Test sicher ausschliessen, dass du dich nicht infiziert hast.
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Liebe, Sex & Co. Kapitel 7 - HIV Aids
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Geschlechtskrankheiten
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Sexuell übertragbare Krankheiten, Geschlechtskrankheiten
Neben dem HI-Virus, das Aids verursacht, gibt es eine ganze Reihe anderer Krankheitserreger, die beim Sex übertragen werden können (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten). Einige dieser Infektionen – z.B. Hepatitis Bund C, Clamydien, Tripper (Gonorrhö) oder Herpes und andere – kommen häufiger vor als eine Infektion mit HIV; teilweise sind auch sie nicht harmlos.
Die Krankheiten lassen sich relativ leicht behandeln doch unerkannte und unbehandelte sexuell übertragbare Krankheiten können schwerwiegende Folgen haben. Eine Ansteckung kann oft ohne zusätzliche Untersuchungen nicht erkannt werden. Wie erkennst du eine Ansteckung:
1. Wenn es beim Wasserlassen brennt 2. Übelriechender Ausfluss aus der Scheide 3. Juckreiz an der Eichel 4. Juckreiz und Schmerzen am Scheideneingang oder in der Scheide 5. Knötchen, Blasen, Warzen, Schuppen am Scheideneingang, an den Venuslippen in der Scheide oder am After 6. Knötchen, Blasen, Warzen, Schuppen an der Eichel 7. Schmerzen im Unterleib oder beim Sex 8. Veränderungen im Mund oder Rachen nach Oralsex 9. Ausfluss am Enddarm 10.Zwischenblutungen
Sich infiziert zu haben ist keine Schande – die Infektionen zu erkennen aber wichtig. Deshalb ist eine ärztliche Abklärung nötig. Wenn der Arzt oder die Ärztin eine sexuell übertragbare Krankheit feststellt, ist es wichtig, die Partnerin oder den Partner darüber zu informieren. Nur dies ermöglicht ihr oder ihm, sich ebenfalls untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Werden nicht beide behandelt, kommt es immer wieder zu Rückinfektionen. Bei einer erkannten sexuell übertragbaren Krankheit ist es wichtig, dass sexuelle Kontakte bis zum Abschluss der Behandlung nur noch mit Präservativen erfolgen. Wenn möglich sollten auch allfällige Gelegenheitspartnerinnen und -partner informiert werden, um weitere Infektionen zu vermeiden.
Informiere dich auch bei deiner Ärztin über vorbeugende Möglichkeiten und Impfungen.
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