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Es gibt Jugendliche, die haben schon ihren eigenen Blog und schreiben mehrmals pro Woche neue Beiträge zu ihrem Lieblingsthema. Andere schreiben im Wikipedia mit, stellen Filme auf youtube, vernetzen sich auf Facebook oder anderen Portalen mit ihren Freunden.
Das sind alles Tätigkeiten von Web 2.0! Früher war das Internet eher ein grosses Lexikon mit Informationen aller Art. Heute ist die Generation Web 2.0 am Werk. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene kreieren und gestalten das Internet aktiv mit. Das ist Web 2.0. Eine interaktive Gemeinschaft, in der alle ihren Beitrag leisten können, wenn sie das wollen. Wer lieber einfach surfen will, kann das natürlich weiterhin tun...
Zur Geschichte des World Wide Web
Das Internet bestand seit Ende der 90er-Jahre überwiegend aus statischen HTML-Seiten. Das erlaubte den Autoren und Autorinnen, Inhalte ins Netz zu stellen, die für längere Zeit unverändert blieben und nur gelegentlich überarbeitet oder in größeren Zeitabständen ausgetauscht wurden. Damit sich Seiten auch von mehreren Menschen effizient bearbeiten und verwalten liessen, wurden Content-Management-Systeme und aus Datenbanken gespeiste Systeme entwickelt, die während der Laufzeit die Inhalte von Seiten dynamisch (nicht zu verwechseln mit Dynamic HTML) austauschen oder neue Inhalte einzusetzen halfen.
Folgende Entwicklungen haben ab etwa 2005 aus Sicht der Befürworter des Begriffs zur veränderten Nutzung des Internets beigetragen:
- Die Trennung von lokal verteilter und zentraler Datenhaltung schwindet: Auch Anwender ohne überdurchschnittliche technische Kenntnis oder Anwendungserfahrung benutzen Datenspeicher im Internet (z. B. für Fotos).
- Lokale Anwendungen greifen auf Anwendungen im Netz zu;
- Suchmaschinen greifen auf lokale Daten zu.
- Die Trennung lokaler und netzbasierter Anwendungen schwindet: Programme aktualisieren sich selbstständig über das Internet, laden Module bei Bedarf nach und immer mehr Anwendungen benutzen einen Internet-Browser als Benutzerschnittstelle.
- Neben einer strengen Rollenverteilung zwischen Bearbeitern oder Informationsanbietern auf der einen Seite und reinen Benutzern oder Informationskonsumenten auf der anderen Seite sind einfache Angebote zu teil- oder zeitweise stattfindendem Rollentausch getreten:
- Anwender mit kaum mehr als durchschnittlicher EDV-Kenntnis stellen eigene Beiträge auf Server (siehe User Generated Content), pflegen Weblogs und verlagern auch private Daten ins öffentliche Netzwerk.
- Es ist nicht mehr die Regel, die einzelnen Dienste getrennt zu nutzen, sondern die Webinhalte verschiedener Dienste werden über offene Programmierschnittstellen nahtlos zu neuen Diensten verbunden (siehe Mashups).
- Durch Neuerungen beim Programmieren browsergestützter Applikationen kann jeder durchschnittlich befähigte Nutzer, selbst wenn er nicht programmieren kann, viel leichter als bisher aktiv an der Informations- und Meinungsverbreitung teilnehmen.
Web 2.0 ist geprägt von interaktiver Gemeinschaft, persönlichen Beiträgen an die Web-Community und einem innovativen Erfindungsgeist der Benutzerinnen und Benutzer.
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