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 Quelle: www.wikipedia.ch
Die meisten von uns denken beim Wort „Wüste“ an goldene Sanddünen unter gleissender Sonne. Jedoch sind lediglich 20 % aller Wüsten Sandwüsten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Wüstenarten. Sogar die Antarktis gilt als Wüste, jedoch spricht man dabei von einer Eiswüste.
Die Trockengebiete der Erde befinden sich nicht nur da, wo das Klima heiss ist (z. B. in Nord- und Mittelafrika), sondern auch an Orten, wo zum Teil eisiger Winter herrscht (z. B. die Steppen Zentralasiens). All diese Trockengebiete haben eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie verdunsten mehr Wasser als sie durch Regen erhalten. Mehr als ein Drittel der gesamten Landfläche der Erde besteht aus Trocken- oder Halbtrockengebieten und lediglich ein Zehntel der Erdoberfläche wird zum Ackerbau genutzt. Der Grossteil der Trockengebiete liegt in zwei Zonen, die nördlich bzw. südlich des Äquators ringsum den jeweiligen 30. Breitengrad liegen. In diesen Regionen herrschen beinahe konstante Hochdruckgebiete die eine Wolkenbildung und somit auch Regenfall weitgehend verhindern. Auch natürliche „Barrieren“, wie etwa eine hohe Bergkette, hindern Regenwolken daran, in ein bestimmtes Gebiet zu ziehen und sich dort zu entleeren.
Auch die Menschen tragen mit ihrem Verhalten zum Teil zur Wüstenbildung bei. Eine zu intensive Nutzung der Böden und der damit verbundene Nährstoffentzug führen oft zu deren Verwitterung und Austrocknung. Die vermehrte Wüstenbildung birgt grosse Gefahren in sich. Die betroffenen Regionen büssen bis zu 50 % ihrer Produktivität ein, was die Bevölkerung vor Ort oftmals in Hungersnöte und Armut führt. Man nimmt an, dass mehr als eine Milliarde Menschen (ein Sechstel der Weltbevölkerung) in Zukunft davon betroffen sein könnten. Rund 135 Millionen Menschen sind bereits heute in Gefahr, aufgrund der Wüstenbildung ihre Böden ganz zu verlieren. Ein Teil der betroffenen Menschen kriegt jedoch im Kampf gegen die Wüstenbildung Unterstützung von Regierungen und internationalen Organisationen. Um auf die besorgniserregende Entwicklung der Wüstenbildung ganzer Landstriche besser aufmerksam zu machen, erklärten die Vereinten Nationen das Jahr 2006 zum Internationalen Jahr der Wüsten und Wüstenbildung.
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